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Samstag, 7. September 2024

Schmerzmedizin

1)- Bei Schmerzen unterer Rücken/Gesäß bis dorsal ins linke Knie ausstrahlend a.e. Residuum der FSME-Myelitis

Schmerzkonsil Anästhesie am XX.XX.2022:

Empfehlung in RS Dr. XXXX:
Metamizol 1g 1-1-1-1
Ibuprofen 600 mg 1-1-1 (reduziert)
Hydromorphon 4 mg ret. 1-0-1
Hydromorphon akut 1,3 mg nach Bedarf bis 6 x tgl. (falls 6 x abgerufen binnen 24 h -> Erhöhung Hydromorphon ret.)
Pregabalin 50 mg 1-1-1 (Dosissteigerung alle 3-7 Tage auf 300 mg/d; absolute Tagesmaximaldosis: 600 mg/d)
Pantoprazol 40 mg 1-0-0 solange Ibuprofen
Movicol oder Laxoberal solange Opiatdauertherapie
regelmäßige Kontrolle der Nieren- und Leberfunktion
Erfassen der VAS, bei unzureichender Analgesie über 7 Tage trotz Dosissteigerung, gerne Rekonsil

Entlassungsmedikation:
Metamizol 1g 1-1-1-1, bitte ausschleichen
Ibuprofen 600 mg 1-1-1 (reduziert), bitte ausschleichen
Hydromorphon 4 mg ret. 1-0-1, bitte ausschleichen
Hydromorphon akut 1,3 mg nach Bedarf bis 6 x tgl
Pregabalin 50 mg 1-1-1 (Dosissteigerung alle 3-7 Tage auf 300 mg/d; absolute Tagesmaximaldosis: 600 mg/d), bitte ausschleichen
Pantoprazol 40 mg 1-0-1
Movicol BTL 1-0-0 - unter Morphintherapie, nach Absetzen von Hydromorphin wieder absetzen.

Mittwoch, 4. September 2024

Rezidiv eines paroxysmalen Vorhofflimmern mit spontaner Konversion in SR


Diagnosen:

Rezidiv eines paroxysmalen Vorhofflimmern, ED XX/2024
 - EHRA-Score: 2a.
 - CHA2-DS2-VASc Score: 6 Punkten.
 - HAS-Bled Score: 4 Punkte.
 - DOAK mit Apixaban.
 - Aktuell: Spontane Konversion in SR am XX.XX.2024


Epikrise:
Die Übernahme von Herrn XXXX erfolgte nach // hausärztlich // zufällig dokumentiertem Vorhofflimmern in der kardiorespiratorischen Polysomnographie in unserem Schlaflabor dokumentierten am XX.XX.2024.


Nach Übernahme erfolgte eine ausführliche Aufklärung zur elektrischen Kardioversion sowie - aufgrund Unterbrechung der DOAK-Therapie vor einem Monat wegen eines Zahneingriffs - TEE zum Ausschluss von Vorhofthromben.

Im EKG vom XX.XX.2024 um 08:30 Uhr zeigte sich jedoch ein normofrequenter Sinusrhythmus (SR) mit 70/min bei Linkstyp und einem R/S-Umschlag in V5, mit bekanntem kompletten Linksschenkelblock (Sgarbossa-Kriterien 0 Punkte).

Daher Verzicht auf die transösophageale Echokardiographie und die elektrische Kardioversion bei spontaner Konversion in den Sinusrhythmus.

Wir bitten um die Fortführung der Antikoagulationstherapie mit Apixaban (Eliquis) 5 mg 2x täglich und um Selbstüberwachung des Rhythmus, ggf. durch Langzeit-EKG beim Hausarzt/Kardiologen. Die Betablockertherapie mit Bisoprolol haben wir wie oben ersichtlich erhöht. Bei einem Rezidiv bitten wir um Überweisung zur elektrischen Kardioversion (eCV), ggf. zusätzlich um den Beginn einer antiarrhythmischen Therapie mit z.B. Amiodaron.

Wir entlassen Herrn XXXX in kardiopulmonal stabilem Allgemeinzustand in Ihre geschätzte ambulante Weiterbetreuung.

Prozedere: Weitere ambulante kardiologische Anbindung mit regelmäßigen echokardiographischen - sowie LZ-EKG-Kontrollen.

Entlassmedikation:
Bisoprolol 2,5 mg                1-0-1, erhöht
Apixaban 5 mg                        1-0-1, dauerhaft

Freitag, 19. Januar 2024

V.a. Legionellen-Pneumonie

Diagnosen:
Lobärpneumonie UL links (CAP) (Pip-Taz/Clarith.; Levoflox.)
- klin. und laboranalyt. dring. Va. Legionellen-Pneumonie
- Diarrhoe im Vorfeld
- schwere Hyponatriämie von 125 mmol/l
- Urin: Legionellen negativ
- Serum-AK: grenzwertig positiv
- Sputum: kein Keimnachweis
- Mycoplasmen-AK: noch aussehend


Brief (OÄ Wack.):
Herr XXXXXXXXXXX stellte sich in unserer Zentralen Notaufnahme mit Fieber vor.

Hier dann radiologisch Infiltrat im Unterlappen links mit Zwerchfell-Hochstand links. Im Labor zeigten sich massiv erhöhte Entzündungswerte mit CRP von 37 mg/dl und einer schweren Hyponatriämie von 125 mmol/l.

In der Notaufnahme wurde bereits eine antibiotische Therapie mit Piperazillin-Tazobactam begonnen bei Infektparameter. Aufgrund sonographisch unklarer linksseitigen Pleurabefund veranlassten wir ein CT-Thorax mit dann typischer Lobärpneumonie Unterlappen links. Ein zunächst im Verdacht stehendes Pleuraempyem konnte ausgeschlossen werden.

Aufgrund nur sehr zögerlicher Abfall der Entzündungswerte und der dringende Verdacht auf eine Legionellen-Pneumonie mit Hyponatriämie und Diarrhoen bzw. Bauchschmerzen im Vorfeld haben wir die antibiotische Therapie von Pip/Taz-Clarith. auf Levofloxacin umgestellt.

Darunter dann prompter Abfall der Entzündungswerte von 31 mg/dl auf 7 mg/dl.

Zusammenfassend gehen wir aufgrund der typischen Klinik von einer Legionellen-Pneumonie aus trotz negativen Antigen im Urin und AK im Serum. Eine Meldung an das Gesundheitsamt kann jedoch bei nicht sicheren Nachweis erfolgen, insb. weil uns auch die genaue Anamnese aufgrund der Sprachbarriere fehlt.

Das Levofloxacin sollte noch bis Sonntag eingenommen werden mit jetzt Entlassung nach Hause im guten Allgemeinzustand.